• Satori Nihon verschlingt eine Menge Zeit und Geld und versucht daher, sich über Werbung etwas zu refinanzieren. Solltest du einen Adblocker benutzen, dann überlege dir bitte, eine Ausnahmeregel für Japan-Kyoto.de zu erstellen. Das würde sehr helfen, vielen Dank!

Asuka-Zeit 飛鳥時代

Übersicht

Zeitraum: 593 bis 710
Japanisch: 飛鳥時代
Benannt nach der ehemaligen Hauptstadt Asukakyô (飛鳥京) südlich von Nara (奈良)

Merkmale:

  • Einführung des Buddhismus
  • Aufstieg und Niedergang der Sippe Soga (蘇我)
  • 645 Taika-Reform (大化の改新)
  • 672 Jinshin-Unruhen (壬申の乱)

Kaiserhof in Yamato – 大和朝廷

Der Kaiserhof in Yamato (alter Name der Gegend um Nara) entstand in der späten Yayoi-Zeit (弥生時代), Ende 5. Jahrhundert.  Mehrere Sippen (氏) kämpften in der Kinai-Ebene (畿内) um Ländereien. Jede dieser Familien wurde von einem Patriarchen geführt und pflegte einen eigenen Götterkult. Eine dieser Familien setzte sich durch und erklärten sich als Nachfahren der Sonnengöttin Amaterasu (天照神). Diese Familie wurde zur Kaiserfamilie Japans.

Der Kaiserhof bestand aus der kaiserlichen Familie und den Anführern der untergeordneten Familien. Der Herrschaftsbereich dehnte sich bis nach Kyûshû (九州) und dem östlichen Kantô (関東) aus. Zunächst wurde der Nachfolger des Kaisers durch die Anführer der Familien entschieden (nicht erblich), ab dem 6. Jahrhundert hatte dann der Kaiser mehr Mitspracherecht. Zur selben Zeit wurden auch die kaiserlichen Herrschaftsinsignien festgelegt: Schwert, Spiegel und Kronjuwelen.

Japan und Korea

Von 57 v. Chr. bis 668 n. Chr. war Korea in drei Königreiche aufgeteilt: Peakche (jap. Kudara, 百済), Silla (jap. Shiragi, 新羅) und Koguryo (jap. Kôkuri, 高句麗). Nachdem Silla mit Hilfe der chinesischen Tang-Dynastie 660 Peakche und 668 Koguryo besiegt hatte, vereinte es Korea in ein Königreich.  Vor seiner Niederlage ersuchte Peakche bei Japan um Hilfe und schickte als Gegenleistung Buddha-Statuen und Sutren. Schon davor betrieb Japan regen Handel mit Peakche, Mönche aus Peakche brachten den Buddhismus nach Japan, Tempelarchitekten und Künstler wurden nach Japan geschickt.

Die Soga-Sippe und Shôtoku Taishi (聖徳太子)

Shôtoku Taishi und seine Söhne

Shôtoku Taishi und seine Söhne

Drei Sippen beeinflussten maßgeblich die folgende Zeit: Die Soga (蘇我氏), die Mononobe (物部氏) und die Nakatomi (中臣氏). Die Soga hatten den den Rang omi (臣) inne, während die Mononobe und Nakatomi (später Fujiwara) beides muraji (連) waren. Das mächtigste Mitglied der Soga war Soga no Umako (蘇我馬子). Zwischen ihm und den Mononobe kam es 587 nach dem Tod des Kaisers zu Streitigkeiten in der Nachfolge. Mit der Hilfe von Shôtoku Taishi wurde das Familienoberhaupt der Mononobe getötet, was zur Vernichtung der ganzen Sippe führte. Nun waren die Soga so stark, dass sie die Nachfolge des Kaisers bestimmen konnten. 593 bestimmte Soga no Umako Suiko als Kaiserin und Shôtoku Taishi zu ihren Prinzregenten. Suiko war die erste Kaiserin Japans. Soga no Umako und Shôtoku Taishi führten während ihrer Regierungszeit gemeinsam Reformen durch. Die Reform kan’i jûnikai (冠位十二階, „12 Mützenränge“) führte eine neues Rangsystem ein mit 12 Rängen, die an Einzelpersonen vergeben wurde, dadurch wurde das Kaiserhaus gestärkt. Bis dahin waren die Ränge erblich und ganze Sippen stiegen auf. Mit der jûshichijô no kenpô (十七条憲法, 17 Artikel-Verfassung) stärkte Shôtoku Taishi vor allem die Herrschaft des Kaisers über die Sippen.

Die Taika-Reform (大化の改新)

Nach dem Tod der Kaiserin Suiko versuchte Soga no Iruka (蘇我入鹿), die Nachfolge durch einen Sohn Shôtoku Taishis zu verhindern. Um gegen die Vorherrschaft Irukas zu bestehen, verbündeten sich der Prinz Naka no Ôe (中大兄皇子, später Kaiser Tenchi 天智天皇) und Nakatomi no Kamatari (中臣鎌足, später Fujiwara no Kamatari 藤原鎌足). In einem Staatsstreich 645 töteten sie Soga no Iruka , einen Tag später beging der Vater von Iruka Selbstmord, indem er die die Soga-Residenz in Brand steckte. Die Hauptlinie der Soga war damit ausgelöscht.

In der Zeit der „großen Änderungen“ (Taika) von 645 bis 650 wurde das Rechtesystem (ritsuryō, 律令) aus China kopiert. Es beeinhaltete eine Landreform, nach der alle Ländereien des Adels dem Kaiser überstellt wurden. Es wurde eine Hauptstadt nach chinesischen Vorbild errichtet und ein zentrales Regierungsorgan eingeführt. Das Land wurde in Hauptstadt, Provinzen, Distrikte und Dörfer aufgeteilt. Weiterhin wurde eine Volkszählung durchgeführt und ein Steuerregister eingerichtet.

Die Jinshin-Unruhen (壬申の乱)

Bei der Wahl zum Nachfolger Kaiser Tenchis entschied sich Tenchi für Prinz Ôtomo (大友皇子). Ôtomos größter Makel war aber, dass seine Mutter niederer Herkunft war und nicht am Hofe geboren wurde. Zur gleichen Zeit hatte auch der jüngere Bruder Tenchis, Prinz Ôama (大海人皇子), Ambitionen auf den Thron. Er hatte die gleiche Eignung zur Thronbesteigung und war von hoher Geburt, wodurch er einen besseren Ruf genoß, doch war er jünger als Prinz Ôtomo. Prinz Ôama zog sich zunächst kurz vor dem Tode Kaiser Tenchis in ein Kloster in Yoshino (吉野) als Mönch zurück, sammelte aber heimlich Waffen und Männer für seine Thronbesteigung. Nach dem Tode Tenchis zog er dann mit seinem Heer gegen Prinz Ôtomo und nahm die Hauptstadt ein. Prinz Ôtomo floh und beging Selbstmord. Prinz Ôama bestieg den Thron und wurde Kaiser Tenmu.


Sonstiges

Uji-Kabane-System – 氏姓制度

In der Yamato-Ebene bildeten mehrere Familien Föderationen, mit der Yamato-Sippe an der Spitze. Am Anfang gab es aber keine administrative Organisation, um die untergeordneten Sippen zu binden. Es wurden zunächst 24 erbliche Titel, die kabane (姓), eingeführt. Diese Titel galten bei Verleihung für die ganze Sippe. Die höchsten Ränge waren omi (臣) und muraji (連), welches dem Hofadel entsprach. Kaiser Tenmu reduzierte die Zahl der kabane im Jahre 684 von 24 auf 8.

  • Satori Nihon verschlingt eine Menge Zeit und Geld und versucht daher, sich über Werbung etwas zu refinanzieren. Solltest du einen Adblocker benutzen, dann überlege dir bitte, eine Ausnahmeregel für Japan-Kyoto.de zu erstellen. Das würde sehr helfen, vielen Dank!

  • Die neuesten Artikel

  • Themen

  • Beliebte Artikel

  • Zuletzt aktualisiert

  • Melden Sie sich für unseren Newsletter an

    Wöchentlicher Newsletter, der jeweils am Samstagmorgen verschickt wird und über neue Beiträge der vorhergehenden Woche auf Satori Nihon Japan informiert.