Reise

Nanzenji Tempel in Kyoto

Der Nanzenji Tempel ist einer der größten Touristenmagnete in Kyoto überhaupt. Neben seiner beachtlichen Größe ist der Nanzenji auch für das Aquädukt berühmt, welches durch das Tempelgelände verläuft. Historisch gesehen war Nanzenji der Obertempel des Kyoto-Gozan-Systems (Artikel folgt).

Teil von: Philosophenweg Kyoto

nanzenji

Das berühmte Aqudäkt aus der Meiji-Zeit (1868-1912)

Reise in den Norden von Kyushu: Einleitung

Vom Abend des 27. März bis zum 03. April geht es für mich zum ersten Mal nach Kyushu (九州), eine der vier Hauptinseln Japans. Während die Reise am Anfang bis in den Süden von Kyushu geplant war, wurden die Reiseziele nach einiger Überlegung auf Nordkyushu eingegrenzt mit den drei großen Stationen Nagasaki (長崎), Beppu (別府) und Kumamoto (熊本). Der Süden folgt dann später.

Reiseplanung

  1. Nagasaki, 28. März bis 30. März
  • Beppu, 31. März
    • Onsen
    • Die Höllen von Beppu
  • Kumamoto, 01. April und 02. April
    • Berg Aso (阿蘇)
    • Park Suizenji (水前寺)

    Am Abend des 27. März geht es mit dem Nachtbus vom Kyoto Hauptbahnhof Richtung Nagasaki. Nach Beppu kommen wir, indem wir am Abend des 30. März einen Highway-Bus von Nagasaki nehmen. Von Beppu aus geht es dann am 01. April mit dem Zug nach Kumamoto, auf halber Strecke nehmen wir dabei den Berg Aso mit, bevor wir dann Nachmittags in Kumamoto ankommen. Am Abend des 02. Aprils geht es dann mit dem Nachtbus zurück nach Kyoto.

    Unzen Hell

    Die Hölle von Unzen - © MShades, Flickr

    阿蘇烏帽子岳 Mt Aso(eboshidake)

    Der Berg Aso - © tkehr, Flickr

    Heiligabend in Japan: Freiluft-Onsen! (24.12.)

    Was macht man in Japan an Heiligabend, wenn man zufällig ein Hotelzimmer für normal 150 Euro findet, über Weihnachten aber nur 75 Euro kostet? Noch dazu mit angeschlossenen Privat-Onsen? Genau, buchen!

    Die Wahl fiel dann mehr oder weniger freiwillig auf das Hotel Yuzankaku (雄山閣) in Yamashiro-Onsen (山代温泉). Mit der Bahn mussten wir also irgendwie bis nach Kaga-Onsen (加賀温泉) kommen, wo wir dann vom Shuttle-Bus des Hotels abgeholt wurden. Die Reise nach Kaga-Onsen kann man mit dem Seishun 18 Ticket (青春18切符) relativ günstig gestalten, mit nur drei Stunden Fahrt mit den normalen Zügen (普通) – über Tsuruga (敦賀) und Fukui (福井).

    Dass es dort ziemlich sein kalt würde, wurde uns aber schon schnell auf der Hinfahrt bewusst:

    An der Station Kaga-Onsen angekommen…

    …wurden wir netterweise von einem goldenen Buddha begrüßt, etwa lässige fünf Stockwerke hoch.

    Nun, zum Hotel kann und brauche ich auch nicht viel schreiben. Wir haben es einfach genossen – nach dem Begrüßungstee…

    …auch das großzügige Zimmer…

    …und sogar den Freiluft-Onsen (露天風呂), auch wenn es währenddessen geschneit hat…

    …sogar mitten in der Nacht mit Dosenbier, wie passend zu Heiligabend!

    Am nächsten Tag hieß es dann: auf zum Natadera (那谷寺)!

    Icoca-Karte: Cool und Bargeldlos mit dem Zug fahren

    Leser, die schon länger meine Seite verfolgen, mag der Begriff Icoca vielleicht schon bekannt sein. Ja genau, es handelt sich um das Powervieh rechts. Das Tier gibt es in dieser Form real zwar leider nicht (aber fast), dafür aber die Karte, die es in der Hand hält. Und diese Karte ist nicht nur praktisch, sondern auch einfach nur cool.

    Um zu den Bahngleisen zu kommen, muss man zuerst durch bestimmte Ticketkontrollen durch, kaisatsu (改札) genannt. Davor kauft man sich normalerweise am Ticketautomaten ein kleines Papierticket, welches man dann in einen Schlitz an einem der kaisatsu steckt. Oft sieht man aber auch Fälle, in denen Reisende einfach eine Karte oder gar nur den Geldbeutel auf eine blaue Fläche am kaisatsu legen, woraufhin sich die Schranken ebenso öffnen. Was passiert da?

    Dieser Coolness-Effekt  entsteht dank der Icoca-Karte. Diese Karte ist eine Art Guthaben-Karte für Bahnfahrten, die mittels der RFID-Technologie kabellos Daten mit den kaisatsu austauscht. Die normale Icoca-Karte kann man Ticketautomaten herauslassen, die Icoca-Symbole haben, wie z.B. hier:

    Die normale Icoca-Karte kann man mit Bargeld aufladen und dieses Guthaben kann man dann verfahren. Es gibt noch die Smart-Icoca-Karte, die man mit einer Kreditkarte verknüpfen kann. Außerdem kann man mit Icoca nicht nur Bahnfahrten bezahlen, sondern teilweise auch in Geschäften bezahlen, wenn ein entsprechendes Terminal vorhanden ist. Icoca kann man hauptsächlich in der Region Kansai (um Kyoto) und Kanto (um Tokyo) nutzen, in der letzteren Region gibt es aber eine andere Karte, die Suica-Karte.

    Die normale Icoca-Karte kostet 2000 Yen. 500 Yen davon sind Kaution, die man bei Rückgabe der Karte wieder bekommt. Die restlichen 1500 Yen kann man sofort nutzen.

    Mit der Icoca-Karte kann man dann an kaisatsu mit den oben genannten blauen Feldern  passieren:

    Man spart zwar leider nichts mit der Icoca-Karte und verlieren sollte man die Karte wirklich nicht, aber man muss nicht mit Kleingeld rumhantieren und verplempert keine Zeit am Ticketautomaten – ganz zu schweigen vom Coolness- Faktor. Immerhin.

    Webseite: ICOCA Homepage

    Und noch meine:

     

    August 21st, 2011|Kategorien Alles, In Japan, Japanaufenthalt 2011/12, Kansai, Kyoto, Sonstiges|Schlagwörter: , |0 Kommentare

    Japan und sein Weltkulturerbe: Liste der UNESCO

    Sollte man sich mal fragen, was man in Japan noch besichtigen könnte, dann kann man sich mal anschauen, was die UNESCO dazu sagt. Genauer gesagt die Weltkulturerbeliste für Japan:

    http://whc.unesco.org/en/statesparties/jp

    Was ich persönlich schon abhaken kann:

    Sechs von 15 Orten auf der Weltkulturerbeliste besucht, das lässt sich definitiv noch verbessern! Der Tempel Hôryûji (法隆寺) ist auch bald dran, da er von Kyoto aus leicht erreichbar ist (Nähe Nara) und ich mich bereits mit diesem Tempel aufgrund eines Referats über Architekturgeschichte im Buddhismus im Sommersemester 2011 befassen musste.

    Bis auf Shirakami-Sanchi vielleicht  (siehe Beiträge darüber hier auf Satori Nihon) kann ich von den Orten, die ich bereits selber besucht habe, alle bedenkenlos empfehlen. Von Freunden habe ich bisher gehört, dass sich die historischen Dörfer von Shirakawa-go und Gokayama definitiv nicht lohnen, aber dazu kann ich nichts sagen.

    August 2nd, 2011|Kategorien Alles, Kultur, Sonstiges, Tempel und Schreine|Schlagwörter: |0 Kommentare

    Reise nach Ise 伊勢 16.09. bis 18.09.

    Dieser Artikel wurde zur Überarbeitung markiert und wird in den nächsten Wochen aktualisiert.

    Vom 16. September bis zum 18. September haben wir Ise besucht, hautpsächlich wegen dem Ise-Schrein (伊勢神宮), dem wichtigsten Schrein im Shinto.

    Vom Bahnhof Kyoto aus ging es mit dem Kintetsu Kashihara Schnellzug (近鉄橿原線急行) bis nach Yamato Yagi (大和八木), dort sind wir in den Kintetsu Osaka Schnellzug (近鉄大阪線急行) umgestiegen. Mit dem ging es dann bis nach Ise (伊勢市), wo wir dann nochmal umgestiegen sind und bis zum Bahnhof Futaminora (二見浦) gefahren sind. Bis Ise kostet es 1960 Yen (günstigste Variante), von Ise nach Futaminora nochmal 200 Yen. Das Ganze hat dann etwas über drei Stunden gedauert.
    Auf dieser Route fährt man zwischen Osaka und Ise durch eine hügelige Waldlandschaft, die richtig toll aussah. Wenn es trotzdem langweilig wird, kann man sich über die nicht vorhandene Handy-Internetverbindung ärgern.
    Alternativ kann man auch mit dem Kintetsu Expresszug (近鉄特急) fahren: man spart eine Stunde und umsteigen muss man auch nicht – kostet aber 1500 Yen mehr.

    Gleich am Bahnhof von Ise ist mir aufgefallen, wie ländlich Ise eigentlich ist. Ich habe zwar keine Großsstadt erwartet, aber Ise war dann doch mehr Dorf als ich erwartet habe – trotz dem wichtigstens Schrein des Landes. Zu dem Stadtteil Futamicho (二見町), in dem unser Hotel lag, fuhr ein Zug mit nur zwei kleinen Waggons – seit Hokkaido weiß ich, dass dies ein gutes Indiz für ländliche Gegenden ist (ok, wie überall auf der Welt). Der Bahnhof in Futami hatte dann nicht mal mehr die typischen Ticketschluckmaschinen (改札), seitdem bin ich stolzer Langzeitbesitzer eines Zugtickets mit 1960 Yen, Abfahrtsort Kyoto.

    Da Futami nicht wirklich groß ist, haben wir unser Gasthaus auch schnell gefunden – das Maruya. Ein typisch japanisches Gasthaus. Ganz angenehm war, dass man so gut wie nichts vom Personal mitbekommen hat – von den anderen Gästen auch irgendwie kaum etwas. Ich hatte das Gefühl, dass wir das ganze Gasthaus für uns alleine hatten. Das Beste am Gasthaus war aber der Onsen (温泉). Der Onsen war kein frei zugänglicher Onsen, sondern man konnte ihn für eine gewisse Zeit lang reservieren und privat nutzen. Der Onsen war zwar nicht groß, aber das war auch absolut nicht wichtig, wie man hier sehen kann:

    Da wir am 16. September erst um 14 Uhr losgefahren sind, kamen wir erst Abends an. Neben einer ausgiebigen Onsen-Session war also nichts mehr drin.

    Am 17. September haben wir uns dann den ersten Teil vom Ise-Schrein angesehen. Der Schrein ist in zwei Teile gegliedert: dem äußeren Schrein Geku (外宮) und dem inneren Schrein Naiku (内宮). Vom Namen darf man sich aber nicht täuschen lassen, diese zwei Schreine sind sechs Kilometer voneinander entfernt. Vom Bahnhof Ise sind wir dann mit dem Bus zum Naiku gefahren, wo die oberste Göttin Amaterasu Omikami (天照大神) angebetet wird. Auch eines der drei Throninsignien – der Spiegel – soll sich hier befinden. Die Torii und die Brücken haben sehr neu gewirkt, was daran liegt, dass diese alle 20 Jahre neu gebaut werden – auch die Schreingebäude. Dieser Neubau kann aber auch ziemlich desillusionierend sein. Warum? Manchmal sieht man an den Brücken oder Gebäuden andersfarbige, meist rechteckige Bereiche. Eine der Brücken muss wohl gerade erst gebaut worden sein, zumindest habe ich einen Schreiner gesehen, der gerade dabei, diese Bereiche zu “färben” – mit einem Aufkleber. Hätte nur noch nur “Made in China” gefehlt ;)

    Beeindruckend war auch der Fluß Isuzu (五十鈴川), der durch den Naiku fließt. Schönes klares Wasser, sieht man selten so.

    Vom Gebäude, in dem Amaterasu haust, kann man normal nur das Dach sehen – wenn man das sehen kann, ist man aber schon im “Kein Foto!”-Bereich. Da das Schild aber ziemlich versteckt war, konnte ich zumindest noch ein Bild vom vordersten Gebäude des Kotaijingu Shogu (皇大神宮正宮, Hauptheiligtum) machen:

    Allerdings hatte ich in dem Moment auch noch keine Ahnung, dass dies Teil des Kotaijingu Shogu war – bis mich dann ein Wächter angefallen hat…

    Nach dem Naiku haben wir uns noch das berühmte Oharaimachi-Viertel (おはらい町) angeschaut, dass direkt vor dem Naiku ist und im Prinzip eine sehr lange Straße mit traditionellen Geschäften ist. Inklusive Okage Yoko Cho (おかげ横町).

    Dort habe ich mir dann auch folgende zwei Erzeugnisse japanischer Reisweinproduktion gekauft:

    Zurück zum Bahnhof, zurück zum Gasthaus, ab in den Onsen.

    Am 18. September sind wir gegen 10 Uhr dann zum Okitama-Schrein (興玉神社) in Futami selbst gegangen. Berühmter als der Schrein selber sind wohl die zwei Felsen im Meer, die mit einem Seil miteinander verbunden sind, die Meotoiwa (夫婦岩, “Mann und Frau”-Fels). Die beste Zeit, die Felsen zu besichtigen, scheint wohl im Sommer bei Sonnenaufgang zu sein, wenn die Flut da ist und die Sonne gerade aufgeht. Bei Ebbe sind die zwei Felsen nicht vom Wasser getrennt und sehen weniger imposant aus – was um 10 Uhr fast schon der Fall war.

    Anschließend ging es dann wieder zum Ise-Bahnhof und von dort aus nur 500 Meter weiter zum zweiten Teil es Ise-Schreins, dem Geku. Kurz vor dem Geku ist übrigens das Ise-Touristenbüro, in dem man sogar deutschsprachige Infomaterialien bekommt. Der Geku war dem Naiku dann auch relativ ähnlich, abzüglich Fluss, Hühner, dafür mit heiliger Küche, die wir aber irgendwie nicht gefunden haben.

    Dann ging es auch schon wieder zurück nach Kyoto.

    September 20th, 2010|Kategorien Alles, In Japan, Ise, Japanaufenthalt 2010, Kansai, Kultur, Tempel und Schreine|Schlagwörter: , |0 Kommentare

    Reisefrühstück und Heiliges Wasser

    Ich muss das einfach noch präsentieren: mein Gewinnerfrühstück auf Reisen in Japan!

    Zweifach Onigiri, eines mit Omreis (Reis überzogen mit ungerührten Rührei :P ) und eines mit Sesam, dazu Iemon-Tee. Lecker, gesund, günstig.

    Letztes Jahr habe ich von meiner Teelehrerin den Tipp bekommen, dass es am Nashinoki-Schrein (梨木神社) im Gosho (御所, ehemaliger Kaiserpalast mitten in Kyoto) besonders leckeres Wasser gibt. Für guten Tee braucht man nunmal das beste Wasser, daher musste ich es jetzt einfach mal ausprobieren – und siehe da, ich war wirklich nicht der Einzigste, der an das kostbare Wasser wollte. Eingereiht, gewartet, abgezapft. Der Herr im Anzug hat sich übrigens gleich sechs Flaschen abgezapft. Ich glaube, ich werde nun öfters herkommen, Trinkwasserkosten einsparen (natürlich werde ich jedes Mal eine Kleinigkeit spenden).

    Und ja, wirklich, der Tee mit diesem Wasser war wirklich atemberaubend.

    August 10th, 2010|Kategorien Alles, Essen, In Japan, Japanaufenthalt 2010, Kansai, Kultur, Kyoto, Tee|Schlagwörter: , , , , |0 Kommentare

    Tokyo, Nikko und Yokohama, Sankeien und Chinatown, 05. und 06. August

    Gegen 16 Uhr kamen wir am 04. August mit dem Shinkansen am Bahnhof Ueno in Tokyo an. Nachdem wir ins Hotel eingecheckt haben und uns kurz ausgeruht haben, sind wir los, um noch den Tsukudo-Schrein (築土神社) zu besuchen. Dieser Schrein ist speziell für Samurai und Kampfsport, als Kendo-Betreibender musste ich natürlich dort hin, um mir ein Sieges-Talisman (勝守) zu kaufen. Interessant ist aber auch, dass dieser Schrein ziemlich zwischen zwei Hochhäusern förmlich eingequetscht ist.

    Nikko

    Am 05. August sind wir um 11 Uhr mit der Tobu-Bahnlinie (東武線) von Asakusa (浅草) Richtung Nikko (日光) los. 1320 Yen weniger und zwei Stunden später kamen wir dann im verschlafenen Örtchen Nikko an, um von dort mit dem Bus weiter Richtung Tempelanlagen, Rinno-ji (輪王寺), dem Schrein Futarasan (二荒山神社) und schließlich dem Mauseoleum von Tokugawa Ieyasu (日光東照宮) mit den drei Affen, die nichts böses sagen, sehen oder hören. Nikko war wirklich schön und dank des abgelegenen Ortes auch sehr idyllisch (abgesehen von den ganzen Touristen). Was mir aber gar nicht gefallen hat waren die Mönche, die bei bestimmten wichtigen Hallen die Talismane wie auf einem Marktplatz unters Volk bringen wollten. Das Ganze sah dann in etwa so aus: einer hat etwas erklärt und am Ende wurde dann der passende Talisman angepriesen, frisch verschweißt in Alufolie. Danach wurde man am Verkaufsstand vorbeigeführt, wo weitere Mönche dahinter nochmal lautstark zum kaufen anregten.

    Ach ja, wir hatten auch ziemliches Glück. Dank eines Jubiläums wurde eine Statue von Tokugawa Ieyasu ausgestellt, die man normal nicht zu Gesicht bekommt. Diese Anlage war die letzte Station für uns und fast hätten wir uns dagegen entschieden, dort reinzugehen (das war, bevor ich wusste, dass es diese Statue gibt). Da es auch schon ziemlich spät war, waren wir die letzten zwei Personen, die reingelassen wurden. Dreifaches Glück? Hinter der Kasse saß überraschenderweise eine schwarzhäutige westliche Frau in Nikko-Arbeitskleidung – in Japan scheint immer mehr möglich zu werden.

    Die Statue von Tokugawa Ieyasu hätte man eigentlich nicht fotografieren dürfen, aber was tut man als Japanologe nicht alles für die Wissenschaft (yeah, Wissenschaft!!).

    Für Nikko muss man auf jeden Fall den ganzen Tag einplanen. Wir haben zwar nicht unbedingt getrödelt, aber wegen den vielen Sehenswürdigkeiten und den langen Fahrzeiten mit dem Zug kamen wir erst wieder um 21 Uhr in Tokyo an.

    Yokohama

    Am 06. August sind wir dann mit dem Zug nach Yokohama (横浜) gefahren. Mit dem Bus ging es dann weiter Richtung Garten Sankeien (三系園). Dieser Garten war das Highlight der Reise: schöne Gebäude (natürlich aus Kyoto geklaut), leckerer Matcha und leckeres Eis, dazu Schildkröten ärgern. Was will man mehr? Absolut zu empfehlen. Der Garten war so schön, dass wir bis zum Ende um 17 Uhr blieben.

     

    Um 17 Uhr ging es dann weiter Richtung Chinatown (中華街). Bunt, schillernd, leckeres Essen. Die Bilder werden dazu mehr sagen ;)

    Zurück am Yokohama-Bahnhof war dann noch shoppen angesagt, gegen 21 Uhr sind wir dann ins Bad SkySpa gegangen und haben es uns eine Stunde lang gut gehen lassen. Um 23:30 Uhr ab in den Nachtbus Richtung Kyoto, Ankunft dort um 8 Uhr morgens. Anstrengend, aber schön wars. Insgesamt hat der ganze Spaß etwa 90 000 Yen gekostet. In Zukunft werde ich aber definitiv länger an einen Ort bleiben, statt viele Orte mit jeweils ein bis zwei Tagen Aufenthalt.

    Hirosaki, Nebuta-Matsuri in Aomori, Shirakami-Sanchi, 02. und 03.08.2010

    Bilder von Hirosaki

    Morgens um 9 Uhr los mit dem Bus, sind wir um 14 Uhr in Hirosaki (弘前) angekommen. Wegen dem Nebuta-Fest (ねぶた祭) waren kaum Hotelzimmer frei, da wir spät gebucht haben. Eins haben wir aber noch gefunden, zwar für 8500 Yen pro Nacht, dafür mit Hoteleigenen Onsen (温泉), genialen Ausblick und leckeren Frühstück (Hotel Dormi-In). Abends ging es dann für 650 Yen Richtung Aomori (青森), um das Nebuta-Fest anzuschauen. Die Festwägen waren wegen dem Regen leider mit einer Plane überspannt.
    In Hirosaki gibt es übrigens auch ein Nebuta-Fest, nur heißt es hier Neputa-Fest und leider habe ich es verpasst, weil meine Freundin mich bei meinem Mittagsschlaf am nächsten Tag nicht wecken wollte. Ich sah so friedlich aus…. (/&%/&&(=( !!!!)

    Bilder vom Nebuta-Fest 2010

    Am 03. August sind wir dann vom Hirosaki-Bahnhof per Bus zur Station Anmon (暗問) aufgebrochen, um das berühmte Naturschutzgebiet Shirakami-Sanchi (白神山地) anzuschauen. Dies war aber auch leider relativ enttäuschend. Weil es die Tage zuvor stark geregnet hat, sind alle drei Brücken am Ende eines Wanderweges zerstört worden, wodurch wir nicht zum berühmten Wasserfall gehen konnten. Der Busfahrplan war auch etwas sparsam ausgelegt, sodass wir den weit entfernten berühmten, 400 Jahre alten Baum ebenso nicht anschauen konnten, außer wir wären extrem früh aufgestanden. So konnten wir nur durch ein relativ kleines Waldstück voller Japaner wandern – es hätte genauso gut der Schwarzwald sein können. Allerdings gab es eine kleine Wasserquelle mit sehr leckeren Wasser. Dieses Wasser haben wir dann später noch für eine Tasse Sencha verwendet, sehr sehr lecker. In Hirosaki habe ich mich dann hingelegt und wurde, wie erwähnt, nicht wieder geweckt….

    Bilder von Shirakami-Sanchi

    Diesen Artikel und die zwei vorherigen habe ich übrigens am 04. August im Shinkansen von Hachinohe (八戸) nach Tokyo (東京) geschrieben. Von Hirosaki ging es zuerst mit dem Schnellzug über Aomori nach Hachinohe, dort sind wir in den besagten Shinkansen umgestiegen.

    August 7th, 2010|Kategorien Alles, Aomori, Hirosaki, In Japan, Japanaufenthalt 2010, Reise erste Augustwoche, Tohoku|Schlagwörter: , , , |0 Kommentare

    Chusonji, Sendai selbst, 01.08.2010

    Das Tagesziel war der Chusonji-Tempel (中尊寺) bei Hiraizumi (平泉). Ursprünglich wollten wir mit dem Zug hinfahren für 1890 Yen, aber im letzten Moment haben wir im Hotel einen Flyer entdeckt, auf dem ein Schnellbus (高速バス) direkt zum Chusonji bewarb. Dieser Bus war sogar etwas schneller (1 Stunde 30 Minuten) und gleichzeitig mit 1700 Yen etwas günstiger. Abfahrtszeiten waren 9 Uhr und 10 Uhr von Bushaltestelle 46 am Sendai-Bahnhof, Rückfahrzeiten 14 Uhr und 15 Uhr von Chusonji.

    Direkt neben der Bushaltestelle Chusonji war das Grab von Benkei (弁慶), auf dem Gelände vom Chusonji wurde ihm ein eigenes Tempelgebäude gewidment (inklusive Benkei-Talisman, japanisch Mamori). Diese relativ kleinen Tempelgebäude machten einen Hauptteil des Chusonji aus. Am Hauptgebäude (本堂) konnte man eine Spezialität des Chusonji erwerben, den Kônencha – ein Tee, dessen ursprüngliches Rezept bis in die Heian-Zeit zurück reicht und aus 24 verschiedenen Pflanzen gemacht wird, u.a. Kartoffeln und Pilzen. Geschmacklich dem Hojicha ähnlich und soll sehr sehr gesund sein.
    Für den Chusonji selbst musste man keinen Eintritt bezahlen, aber für zwei größere Hallen. In der einen befanden sich drei große, goldene Bhudda-Statuen inklusive Museum, in der anderen befand sich ein kleines, ebenso goldenes Tempelgebäude mit vielen kleinen Bhudda-Statuen. Am Ende des Geländes befand sich noch ein kleiner Shinto-Schrein mit No-Bühne, deren Dach eher wie eine Wiese aussah, aber insgesamt sehr schön und eben sehr naturalistisch.

    Eigentlich wollten wir noch den Tempel Moutsuji (毛越寺) besuchen, aber der Chusonji hat doch mehr Zeit in Anspruch genommen, obwohl er nicht ganz so weitläufig war, wie wir es anhand von Bildern vermuteten. Wir sind um 10 Uhr mit dem Bus von Sendai losgefahren und mit dem 15 Uhr Bus zurück. Wer also den Chusonji und den Moutsuji sehen möchte, sollte auf jeden Fall den 9 Uhr Bus nehmen und sich bei beiden Tempeln nicht ganz so viel Zeit lassen. Anschauen sollte man beide, schade für uns. Wer übrigens vier bestimmte Tempel um Sendai besucht, kann sich für 1000 Yen ein extra Stempelheft kaufen und von diesen Tempeln vier Stempel sammeln (und wieder ein Stück Erleuchtung, yeah). Die besagten Tempel sind der Chusonji und Moutsuji in Hirazumi, der Yamadera (山寺, Tempel am Berg) westlich von Sendai (der wirklich schön auf Bildern aussah!) und der Zuiganji (瑞巌寺) in Matsushima (松島). Nächstes Mal dann…

    Bilder vom Chusonji

    Zurück in Sendai haben wir uns dann auf den Weg gemacht, um den Stadtherren Date Masamune (Date-chan!) die Ehre zu erweisen. Genauer gesagt seiner Statue am ehemaligen Sendai-Schloss (仙台城跡 – dass es nicht mehr gibt). Die Statue haben wir per Auge auf Google Maps gesucht. Das führte dazu, dass wir auf einem Sportplatz mit einer anderen Statue landeten, die zwei Kilometer vom Hotel entfernt war. Glücklicherweise war das aber nicht ganz so der Umweg, nach weiteren zwei Kilometern in fast dieselbe Richtung und pünktlich zum Anbruch der Dunkelheit haben wir Date-Chan dann gefunden.

    Bilder von Sendai und dem ehemaligen Sendai-Schloss

    Am nächsten Morgen ging es dann per Bus nach Hirosaki (弘前) in der Nähe von Aomori (青森).